Serien

Meine Serien entstehen aus dem Gedanken, dass es nie nur eine Sicht auf die Dinge gibt. Zustände, Entwicklungen und Gefühle verändern sich mit der Perspektive – und entfalten ihre Bedeutung oft erst im Zusammenspiel.
Jedes Werk steht für sich und ist zugleich Teil eines größeren Ganzen. Durch Wiederholung und Variation verschieben sich Blickwinkel, verdichten sich Aussagen und eröffnen neue Lesarten.


Serie „Fragile Illusionen“

Die Serie „Fragile Illusionen“ beschäftigt sich mit der Zerbrechlichkeit unserer modernen Wahrnehmung von Realität. In einer Zeit, in der Glanz, Fortschritt und Freiheit zum zentralen Narrativ geworden sind, offenbaren sich unter der glänzenden Oberfläche Risse – aus Angst, Kontrollverlust und Orientierungslosigkeit.

Die Werke „Zukunft Pink“, „07. Oktober“ und „Glitterbomb“ stehen exemplarisch für diese Ambivalenz. 

„Glitterbomb“ thematisiert die Verführungskraft der Oberfläche – den Versuch, gesellschaftliche und politische Krisen mit Glanz und Ablenkung zu überdecken. „07. Oktober“ bricht diese Illusion jäh auf und zeigt, wie schnell Hoffnung und Freude in Gewalt und Dunkelheit umschlagen können. „Zukunft Pink“ schließlich hinterfragt den modernen Fortschrittsglauben – das naive Vertrauen, dass Technologie, Optimismus und Trenddenken unsere Probleme lösen werden, während die Realität komplexer und widersprüchlicher bleibt.

Gemeinsam bilden die Werke ein visuelles Spannungsfeld zwischen Schein und Sein, Oberfläche und Tiefe, Schönheit und Schrecken. „Fragile Illusionen“ ist eine Einladung, hinter die glänzende Fassade unserer Zeit zu blicken – dorthin, wo das Unsichere, das Verletzliche und das Menschliche sichtbar werden.

Acryl auf Leinwand, 20x60 cm

Zukunft Pink

07. Oktober

Glitterbomb

Serie „Ways“

In meiner Serie „Ways“ erforsche ich den Dialog zwischen Ordnung und Durchbruch, zwischen Harmonie und Störung.
Die Acrylbilder entstehen in Spachteltechnik – Schicht für Schicht wachsen sie zu Flächen aus ausgewogenen, harmonischen Farbtönen, bis ein Moment der Spannung sie durchbricht: eine Linie kontrastiert in kräftigem Gelb, Rot, Blau oder Violett.

Diese Linien sind Wege – Spuren des Mutes, das Bestehende zu hinterfragen. Sie durchschneiden die gewohnte Ordnung, ohne sie zu zerstören. Stattdessen verbinden sie das Erwartete mit dem Unerwarteten zu einer neuen Einheit. So wird das Bild zum Sinnbild eines Prozesses, in dem Bewegung, Veränderung und Widerspruch Teil einer größeren Harmonie werden.

„Ways“ steht für das Wagnis, eigene Wege zu gehen – Linien zu ziehen, wo vorher keine waren.

Acryl auf Leinwand, 70x100 cm

Ways of Joy

Way into the Blue

Light ways

Choose your way

Serie „Tension“

Die Serie „Tension“ untersucht Zustände, in denen Spannung nicht offen sichtbar ist, sondern sich hinter Oberfläche, Struktur und Sprache verbirgt.

Die Arbeiten folgen einer wiederkehrenden formalen Ordnung, die zunächst Stabilität suggeriert. Farben wirken kontrolliert, Flächen erscheinen geschlossen. 

Doch unter dieser scheinbaren Ruhe zeigen sich Verschiebungen: Schichten brechen auf, Materialien widersprechen sich, Elemente beginnen zu kippen.

Begleitet werden die Werke von kurzen Aussagen – vertraute, alltägliche Antworten, die beruhigen sollen. Sie stehen für eine Form der Kommunikation, in der das Eigentliche unausgesprochen bleibt. Was gesagt wird, stimmt – und stimmt zugleich nicht.


So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Sichtbarem und Verdecktem. Die Oberfläche hält, noch. Doch in jedem Werk wird spürbar, dass sich darunter etwas aufbaut, das sich nicht dauerhaft kontrollieren lässt.

Die Serie zeigt keine Eskalation, sondern den Moment davor – wenn alles noch funktioniert, aber nicht mehr stabil ist.

Acryl auf Leinwand, 60x60 cm

All good.

I'm fine!

Just tired...

All under Control.

Serie „Beauty & the Beast“

Die beiden Werke „Beauty and the Beast I & II“ thematisieren die fragile Verbindung zwischen Schönheit und Vergänglichkeit. Sie zeigen den ständigen Druck, makellos zu erscheinen, während der Lack bereits zu bröckeln beginnt. Hinter der glänzenden Oberfläche verbirgt sich das wahre Selbst – roh, verletzlich und echt. Die Werke sind eine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen äußerem Schein und innerer Wahrheit, zwischen dem Wunsch nach Perfektion und der unausweichlichen Realität des Verfalls.
Mixed Media auf Leinwand, 60x60 cm

Serie „Ray of Light“

Die Werke „Ray Of Light I & II“ sind durchzogen von Energie. Leuchtende Farbbahnen schneiden durch die Bildfläche, kreuzen sich, überlagern und setzen Impulse. Sie wirken wie Lichtstrahlen, die sich ihren Weg bahnen – nicht ruhig und gleichmäßig, sondern kraftvoll, fast widerspenstig. 


Zwischen Schichten, Brüchen und Verdichtungen entsteht Bewegung. Das Licht tritt nicht in eine intakte Ordnung ein, sondern in ein bereits aufgeladenes Feld. Gerade darin liegt seine Kraft: Es durchdringt, verbindet und setzt etwas frei. 


Die Arbeiten tragen damit eine positive Spannung in sich. Sie zeigen, dass selbst in komplexen, widersprüchlichen Zuständen Energie vorhanden ist – eine Dynamik, die nicht nur zerstört, sondern auch verändert. 


„Ray Of Light“ ist kein stilles Hoffnungsbild, sondern ein aktives. Ein Aufleuchten, das nicht darüber hinwegtäuscht, sondern etwas in Gang setzt. Nicht alles ist verloren – aber es braucht Bewegung, damit Licht sichtbar bleibt.